Zucht

Da immer wieder viele Fragen gestellt werden, wie…warum…und überhaupt bei Pawspride gezüchtet wird, möchte ich einfach mal ganz allgemein über meine Ideen und Gedanken zur Zucht schreiben.

Ich züchte – das mag sich jetzt für Interessenten etwas hart anhören – für MICH.

Möglicherweise denkt jetzt auch der ein- oder andere „dann soll sie doch die Welpen einfach selbst behalten“ – ich möchte nun aber ein paar Denkanstöße geben, warum IHR am Ende davon profitiert:

Jede Verpaarung ist gut durchdacht, die Für- und Widers genau abgewogen und werden nur gemacht, wenn ich mir wirklich etwas Gutes aus den Kombinationen verspreche, und mir vorstellen kann, selbst einen Welpen zu behalten. Das wird natürlich nicht immer möglich sein, auch hier sind die Plätze begrenzt – aber ich versuche immer so zu züchten, dass es mir schwer fällt zu verzichten 😉 wenn ihr wisst was ich meine…

Nicht jeder Rüde passt zu jeder Hündin – der ideale Partner für Nox ist nicht unbedingt auch der Traumprinz für Uschi – und umgekehrt. Jeder Hund hat seine Stärken und Schwächen – und genau die werfe ich bei der Wahl eines Deckrüden dann in die Waagschale und schaue, dass die Hunde sich gut ergänzen und ich mir verspreche, dass „Fehler“ ausgeglichen und nicht gedoppelt werden. Ist ein Partner gefunden, setze ich alle Hebel in Bewegung um das auch möglich zu machen – logistisch manchmal sehr schwierig…aber unterm Strich ist mir kein materieller und zeitlicher Aufwand zu hoch und kein Weg zu weit. Sei es Finnland, Holland oder UK -für die Zukunft habe ich noch weitere wilde Pläne…stay tuned 😉

Ich züchte nicht, um den Markt zu bedienen und produziere nicht nach Bestellung – sondern dann, wenn ich denke, dass eine Hündin reif genug ist und ich die Zeit habe, einen Wurf aufzuziehen – und auch die Welpen eben so lange zu behalten, bis die richtige Familie kommt. Es MUSS kein Welpe bis Tag X aus dem Haus sein. Bevor einer „mit gemischten Gefühlen“ geht…bleibt er da bis sich das gute Gefühl einstellt.

Die Hündin und ihr Wohl steht an erster Stelle und über allem – ich gehe arbeiten und verdiene die Brötchen und das Hundefutter, ein Hund oder die Zucht muss sich hier nicht „lohnen“ und es wird nicht alles an Welpen aus einer Hündin rausgequetscht was Alter und Zuchtordnung hergeben.

Ausstellungstitel… lesen sich schön – ich bin begeisterter und ehrgeiziger  Aussteller mache viel weniger als ich eigentlich möchte…ABER: Titel spielen für mich gar keine Rolle wenn es um Zuchteinsatz geht – der schönste Hund auf diesem Planeten hat vielleicht keinen einzigen Titel – weil die Besitzer dem Showbiz nichts abgewinnen können. Da spreche ich jetzt nicht nur für den ETT, sondern für alle Rassen – Augen auf… Titel machen keinen guten Hund – und ein guter Hund braucht keine Titel um ein guter Hund zu sein.

Ich bin dankbar für die vielen Kontakten zu erfahrenen Züchtern diverser Rassen, die mir für viele Dinge die wichtig und unwichtig sind immer wieder die Augen öffnen und Dank Internet ist der Austausch und die Diskussionen heute weltweit möglich.

Zucht ist keine Sache für „von heute auf Morgen“ – man braucht ein Ziel und Ausdauer – vielleicht erreicht man sein Ziel erst nach mehreren Generationen. Vielleicht ist bei der Zucht wirklich der Weg das Ziel. Zu lernen, sich und die eigenen Hunde zu entwickeln, zu beobachten und irgendwie eine Linie zu finden.

Ich freue mich auf die nächsten Jahre…auf ALLES was da kommt!

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